• Melina Fuhrimann
  • 17. Juli 2019

Ferienkinderlager 2019 der Landjugend Region West

Bereits zum 21. Mal war vom 7. – 12. Juli 2019 das Ferienkinderlager, welches von der Landjugend Region West aus organisiert wird.

Das Leiterteam besteht aus Landjügeler von verschiedenen Gruppen. Dieses Jahr waren wir kunterbunt gemischt. Aus dem Solothurner waren die Thaler vertreten, aus dem Oberaargau die Oenztaler, aus dem Emmental die Rüegsbächler, aus dem Mittelland die Untere Emme & die Worblenthaler und aus dem Oberland die Niesener. Auch die 8 – 12 jährigen Kinder welche am Lager teilnahmen, waren aus ganz unterschiedlichen Regionen wie beispielsweise dem Trueb, Utzigen oder auch aus dem Ochlenberg vertreten.

So stand einer coolen Woche nichts mehr im Wege. Am Sonntag, 7. Juli luden wir die Kinder an verschiedenen Standorten in Kleinbusse auf und fuhren Richtung Lenk. Von dort aus ging es noch 20 Minuten in die Höhe, Richtung Beizli Berghaus Laubbärgli. Von dort aus liefen wir zu unserem Ziel, die Alp Obere Seewle. Dort wo in rund 10 Tagen Kühe und Ziegen in den Lägern stehen werden, richteten wir uns für eine Woche den Schlafplatz ein. Jeder Leiter faste mit einer Gruppe Kindern ein Ämtli, um alles für die kommende Woche vorzubereiten. Dies waren Aufgaben, wie bereits erwähnt den Schlafplatz in den Lägern einzurichten, die Feuerstelle zu bauen, damit auch für das leibliche Wohl gesorgt werden konnte, einen Kaninchenstall einzurichten, damit unsere zwei Feriengäste auch gut aufgehoben waren oder natürlich alles Gepäck ausladen und platzieren. Somit war der erste Tag unseres Lagers schon vorbei. Wie jeden Abend wurde vor dem Schlafen viel gesungen und ein Geschichtli erzählt.

Die Woche starteten wir mit dem sogenannten Bauerjahrspeil, bei welchem die Kinder einen Postenlauf absolvierten um mit viel Geschick Spielgeld zu erwerben, damit sie sich einen Bauernhof erkaufen und erwirtschaften konnten. Am Abend hat gewonnen, wer bei der Steigerung am Meisten Kühe erwerben konnte.

Am Dienstag stand uns eine wunderbare Tageswanderung bevor. Das Highlight war am Mittag das Lagerfeuer und die feinen Cervelats. Mit neuer Energie ging es am Nachmittag wieder Richtung Lagerhütte. An diesem Abend ist schnell Ruhe eingekehrt, denn ob gross oder klein, man bemerkte die Kilometer, welche wir hinter uns gebracht hatten.

Wie jedes Jahr durften wir auch in dieser Woche am Mittwoch miterleben, wie feiner Bergkäse entsteht. Unser Gastgeber zeigte uns in seiner unteren Hütte, was es alles braucht, bis der fixfertige Käse in unseren Tellern landet. Dieses tolle Handwerk faszinierte von neuem die ganze Lagergruppe.

Damit auch den Kindern bewusst wird, dass so eine Woche Lager in einem fremden Stall nicht selbstverständlich ist, haben wir am Mittwochnachmittag dem Bauern geholfen, kleine Tannen aus seinen Weiden zu entfernen. Denn da sich die Flora verändert, nehmen diese überhand und wertvolles Weideland geht verloren.

Am Donnerstag stand basteln an. Die Kinder durften wählen zwischen einem Klangspiel aus Tontöpfen, einem Bienenhotel und einem Latärnli für die Fackelwanderung am Abend. Die Ideen stiessen auf grosse Begeisterung, denn fast alle bastelten alles. Am Nachmittag gab es noch ein Lagersupertalent mit vielen lustigen Shows. Da schon der zweitletzte Tag war, begannen wir später mit aufräumen.

Am Freitag wurde alles verladen und geputzt. So konnten wir pünktlich zurück zu den Bussen wandern und die Heimfahrt in Angriff nehmen.

Wie jedes Jahr war die Ankunft von gemischten Gefühlen begleitet. Jeder freute sich auf seine Familie, eine warme Dusche und ein bequemes Bett. Doch auch Wehmut packte einem. Denn wer einmal im Ferienkinderlager der Landjugend Region West war, weiss von was ich spreche. Eine Woche mit viel Spass, eindrücklichen Erlebnissen und tollen Freundschaften, die bei den Kindern, wie auch bei uns Leitern nicht mehr wegzudenken sind.

 

Melina Fuhrimann