• Nadja Kümin
  • 22. Juni 2013

Die Landjugend Sihlsee auf Entdeckungstour

Die kleine Landjugend Sihlsee hatte eines schönen Sonntages grosses im Sinn. Die Sihlseejaner wollten die Welt entdecken, fremde Gebräuche studieren und andere Kulturen erforschen. Da das Budget beschränkt war, machte man aber vor der Grenze zum grossen Kanton halt und führte die sommerliche Expedition in Form einer Safari im Basler Zoo durch.

 

Die Verhaltensforschung nahm ihren Lauf bereits an der Eingangspforte, wo als erstes die Kassiererin auf ihre Leichtgläubigkeit untersucht wurde. Das Ergebnis war erstaunlich. Das unschuldiges Lächeln und das sonnige Gemüt der Vizepräsidentin genügte und schon ging sie als 14-jährige durch. Man muss an dieser Stelle darauf hinweisen, dass im Namen der Forschung alles erlaubt ist!

Wissbegierig stürzte die Truppe sich in die Basler Fauna. Man erfuhr, wie hart das Leben als Krokodil ist und dass auf Krokoleder im Sommeroutfit verzichtet werden sollte. Von einem Ein-Tonnen-Krokodil wird gerade mal ein 15x30 cm grosser Streifen zu Leder verarbeitet! Ausserdem weiss man nun, dass ein «Okapi» eine Kurzhalsgiraffe ist und dass Glacé in Cornets in Kombination mit etwas Sonnenschein einfach gut schmeckt.

Besonders fasziniert haben die Gorillas. Bei der Futterbeschaffung bewiesen sie mehr logisches Denken und Fingerfertigkeit als manch ein anderer Zweibeiner. Selbst unser neu erworbenes Wissen am Redteamkurs über die richtige Pose auf Fotos scheint für sie nichts Neues zu sein: Schultern schräg, Blick zurück, Kopf etwas schief halten. Man beginnt sich in solchen Situationen zu fragen, was uns denn eigentlich noch von ihnen trennt, abgesehen von der dicken Glasscheibe. Es ist nicht der Daumen und – wie wir jetzt wissen – auch nicht der logische Verstand und die Lernfähigkeit. Fragen über Fragen, die es noch zu klären gilt!