• Ueli Niderberger, Präsident der SLJV
  • 16. Dezember 2011

Ein eindrückliches Landjugendjahr

Es ist nicht einfach, ein Landjugendjahr in einem Text mit den treffenden Wörtern zusammenzufassen. Vor allem, wenn es das erste Mal ist. Gemeinsam mit euch schaue ich zurück und lasse die schönen Momente Revue passieren.

Gestartet hat das Landjugendjahr traditionsgemäss mit dem gemeinsamen Anstossen am Januar-Loch-Fescht. Wie jedes Jahr verbrachte eine bunte Schar einen gemütlichen Abend mit musikalischer Unterhaltung, Plaudern und Spielen in Willisau LU.

 

Nach einer interessanten und gut geführten Delegiertenversammlung in Worb BE, ging es mit dem Vorstandsweekend weiter. Das gegenseitige Kennenlernen der Vorstandspersonen stand im Vordergrund. Die Vorstandskurse der PG Bildung übertrafen mehrheitlich unsere Erwartungen. Verschiedene Landjugendgruppen und OKs durften ihre Homepages mit dem Starter- Programm der Arbeitsgruppe www frisch gestalten und aktualisieren.

 

Die Projektgruppe Reise organisierte am 23./24. Juli ein abwechslungsreiches Wochenende. Um Bauarten der Schweiz kennenzulernen, muss man nicht im ganzen Land herumreisen. Der Ballenberg im Berner Oberland zeigt auf kleiner Fläche die grosse Vielfalt an Häusern. Von modernsten Villen aus dem Mittelalter, bis zum kleinsten und herunter gekommensten Arbeiterhäuschen gibt es alles zu bestaunen. Nach der Schifffahrt auf dem Brienzersee bot uns die Übernachtung im Kander-Tal einen weiteren Einblick in das Berner Oberland. Am Sonntag erhielten wir eine informative Führung durch einen Festungsbunker des zweiten Weltkrieges.

Die Arbeitsgruppe Landwirtschaft organisierte am 20. August die Exkursion zum Thema «Geiss und Schaf – die kleinen Wiederkäuer», welche in der Berglandschaft des Kantons Nidwalden stattgefunden hat. Die Teilnehmenden erhielten Einblicke in diverse Betriebe.

 

Am 10./11. September zogen fast 100 Landjügeler ans Herbst-Info-Treffen nach Cadenazzo TI. Am Samstag durften wir auf einem Bauernhof in der Magadino-Ebene drei Kurse besuchen. Die Themen lauteten: Italienisch für Anfänger, Tourismus im Tessin und Menschenpyramiden bauen. Um neue Sprachen zu lernen, müssen manchmal andere Seiten aufgezogen werden. Es wurde ein Text auswendig gelernt und anschliessend vor laufender Kamera vortragen. Jeder der auf seine Notizen schaute, wurde mit Wasserpistolen befeuchtet. Dass das Tessin bekannt ist für Sonne, Wein und Wasser, das wissen wir. Der Kanton hat noch mehr zu bieten: Viele Themenrouten und Wanderwege. Ein Student der Dimitri-Clownschule zeigte uns, wie wir selber eine Menschenpyramide erbauen und dass es nicht nur starke Männer braucht, um das Ganze zu stabilisieren. Die Frauen durften es auch probieren, denn mit der richtigen Technik ist vieles machbar.

 

Immer wieder werde ich von den Landjugendgruppen überrascht, die an der OLMA eine Wette machen. Da frage ich mich: «Wie kommen die auf eine solche unterhaltende Idee und was ist die Herausforderung, an einem kühlen Tag mit Wasser zu spielen?» Da sind der Schnupfen oder eine Erkältung vorprogrammiert. Das «Wetten, dass…?» zog vielleicht genau aus diesen Gründen wieder unzählige Zuschauer an und der Messestand in der Halle wurde rege besucht. Das vertikale Labyrinth und die Landjugendäpfel waren grosse Anziehungspunkte.

Dass die Landjugend eine Lebensschule ist, wissen wir alle. Doch was dieser Herbst alles bot ist unglaublich. Angefangen hat es am 5. November mit dem Präsihöck. Gruppenpräsidentinnen, Präsidenten oder deren Vertreter erhielten Inputs zum Thema «Gruppendynamik».

 

Füür und Flamme für die Landjugend, so hiess es auch dieses Jahr wieder. In einem lehrreichen Workshop wurden Fragen geklärt wie: Wie hoch lodern die Flammen in meiner Landjugendgruppe? Der Knigge-Kurs war für alle, die sich für die Zukunft wappnen. Der erste Auftritt und der erste Augenblick sind von sehr grosser Wichtigkeit und das will gelernt sein.

 

So ist es eben in der Landjugend, die Unterschiede sind gleich gross wie die Anzahl Gruppen in der Schweiz. Alle haben Unterschiede im Detail, doch im Kern sind wir alle gleich: Jung, motiviert, zukunftsorientiert, aktiv, nachwuchsorientiert und Trend setzend. Dies alles macht die Landjugend zur heutigen Jugend von morgen.