• Reisende BLJV
  • 4. August 2009

Unterwegs mit der eigenen Muskelkraft

Flugzeug, Auto und Bus, schon so manches Verkehrsmittel haben wir eingesetzt auf unserer bisherigen Reise. Auf der Südinsel von Neuseeland haben wir entschieden uns mit der eigenen Muskelkraft fortzubewegen.

Mit dem Velo durch die Südinsel von Neuseeland

In Christchurch organisierten wir Fahrräder und Packtaschen. Unser Gepäck speckten wir massiv ab und liessen alles «Unnötige» zurück. Das war es also - unser neues Transportmittel für sechs Wochen. Ohne grossen Plan sind wir losgefahren. Am ersten Tag waren es nur ein paar Kilometer, wir wollten ja unsere lahmen Muskeln nicht gleich überstrapazieren. Mit der Zeit und dem täglichen Training, steigerten wir uns aber kontinuierlich, so dass wir ohne Mühe Distanzen von über 100km am Tag bewältigen konnten.

Der Weg ist das Ziel

Angetrieben von der eigener Muskelkraft fängt man an seine Umgebung anders wahrzunehmen. Es sind nicht mehr Sehenswürdigkeiten, welche die Highlights aus-machen. Der Weg ist das Ziel. Man hört die Vögel singen, riecht den Duft der Blumen oder sieht die Ameisen bei der Arbeit. Auch die unangenehmeren Seiten der Natur spürt man stärker auf dem Velo. Wind, Regen oder beides zusammen wurde zur Herausforderung. Aber fast immer in diesen Situationen gab es hilfsbereite Men-schen. So wurden wir bei strömendem Regen von einer Familie nach Hause eingela-den, oder als wir einen Defekt hatten, wurden wir von einem Einheimischen in den nächsten Bikeshop gebracht. Wenn es weit und breit keinen Zeltplatz hatte, campten wir wild oder durften im Garten von anderen Leuten übernachten.

Erholung auf Fiji

Die Zeit war sehr intensiv, manchmal anstrengend, aber ganz einfach wunderschön. Um uns dann etwas von den Strapazen zu erholen, flogen wir nach Fiji und verbrachten dort zehn erholsame Tage auf einer traumhaften Insel, bevor wir unsere letzte Etappe der Reise starteten. Australien wir kommen!