• Corinne Herzog
  • 4. Juni 2009

Die Borgloher sind da!

Wie jedes Jahr findet am Auffahrtswochenende ein Austausch zwischen der Landjugend Borgloh D und der Landjugendgruppe Seerücken statt. Heuer durften wir unsere deutschen Freunde als Gäste begrüssen.

Ankunft und gemütlicher Brunch

Morgens um 9 Uhr fuhr der Car mit neun Borgloher und Borgloherinnen, sowie Chauffeur Hans auf den Platz, wo bereits der leckere Brunch wartete. Bei einem gemütlichen und abwechslungsreichen Frühstück lernte man sich schon ein wenig kennen. Danach teilten sich unsere Besucher in die Gastfamilien auf, wo schon bald wieder der Zmittag auf dem Tisch stand und dabei rege Gespräche geführt wurden.

Nach einem kurzen Nickerchen trafen wir uns mitten am Nachmittag wieder auf dem Flurhof. Ausgerüstet mit dem Bollerwagen (der 1994 ein Geschenk der Borgloher an die Seerüggler war) machten wir einen Spaziergang zur Ruine Neuburg. Dort erzählte Corinne ein paar erstaunliche Facts zur Region. Die Steigung auf dem Heimweg war für einige sehr ungewohnt, dennoch kamen alle heil, aber etwas erschöpft und hungrig zu Hause an

Gesättigt mit dem feinen Abendessen in den Gastfamilien verbrachten wir den Abend in einer gemütlichen Runde im Restaurant Steinberg und liessen vergangene Jahre Revue passieren.

Kultur und Vergnügen in der Innerschweiz

Mit Rucksack, Lunch, Schlafsack und gutem Schuhwerk ausgerüstet, stiegen alle Borgloher und ebenso viele Seerüggler in den Car. Unser Ziel war die Region Lu-zern. Nach einem Zmittaghalt im Einkaufszentrum Pilatusmarkt in Kriens parkte der Bus vor der Glasi Hergiswil. Das selbsterklärende Museum zur Geschichte von Glas, die Glasproduktion, mit der Möglichkeit selbst eine Kugel zu blasen, das Glasarchiv, die Ausstellung Glas Juwelen und der abenteuerliche Glasipark waren wirklich sehr eindrücklich und informativ.

Und schon ging es zu unserer nächsten Station: Kirschbrennerei Fassbind in Oberarth. Herr Fassbind führte uns lebhaft und mit viel Leidenschaft in die Kunst des Brennens und des Bewertens der verschiedenen Brände, vor allem Kirsch, ein. Nach einer kleineren oder etwas grösseren Degustation zogen wir weiter zu unserem Nachtquartier. In zwei Tipi-Zelten in Küssnacht am Rigi richteten wir uns ein. Zum Znacht schlemmten wir eine Schweizer Spezialität: Raclette. Mmmh, war das köstlich! Am Abend brachten wir Leben ins nahegelegene «Tanzhuus» und heizten dort ordentlich Stimmung ein!

Anstrengend, aber lohnenswert

Gestärkt mit einem reichhaltigen Frühstück chauffierte uns der Busfahrer zum Hafen Hertenstein. Das Schiff brachte uns quer über den Vierwaldstättersee nach Kehrsiten. Dort stiegen wir in die Standseilbahn, die in 6 Minuten eine Höhe von 440 m überwindet, mit einer Neigung von 27% - 58%. Oben auf dem Bürgenstock angekommen - einige etwas bleich, andere noch bleicher - zeigten uns Andreas und Regula den Weg über Stock und Stein den Berg hinauf. Reichlich ausser Atem und schweissgebadet schafften doch noch alle den Aufstieg. Die Aussicht war bei diesem traumhaften Wetter einfach gigantisch. Wir genossen die frische Bergluft und nahmen unser Mittagessen ein. Die Hälfte von uns wanderte den gleichen Weg herunter, welchen wir schon hinauf gestiegen sind. Die andere Hälfte benutzte den Hammetschwand-Lift, für den man zuerst seine Höhenangst überwinden musste. Der 152.81m hohe Aufzug mit einer verglasten Kabine bot nebst dieser schwindelerregenden Höhe eine aussergewöhnliche Erfahrung mit fantastischem Blick auf den Vierwaldstättersee. Nach der Fahrt mit der Standseilbahn und dem Schiff, nahm unser Bus wieder Kurs Richtung Thurgau.

Lustiger Abschlussabend

In den Gastfamilien durften wir Znacht essen und uns frisch machen, denn der Ab-schlussabend war bereits da. Unsere norddeutschen Freunde hatten sich etwas ganz besonderes und raffiniertes ausgedacht: eine Beinpolka! Das hatten wir noch nie gesehen. Um Mitternacht kochte Roman noch traditionelle Rösti. Wie immer mit der Landjugend ging es auch an diesem Abend heiter zu und her. Den Gedanken an den nahenden Abschied drängten wir beiseite.

Abschied

Nach einer längeren oder kürzeren Nacht stand nach einem letzten schweizerischen Frühstück die Abschiedsstunde bevor. Die Verabschiedungszeremonie mit Geschenken, Dankes- und Erinnerungsworten und guten Wünschen liessen wir schnell hinter uns bringen. Es waren, wie jedes Jahr, gelungene Tage, die allen Spass gemacht hatten. Wir freuen uns bereits auf nächstes Jahr!