• Monika Vetsch
  • 13. Januar 2009

Rheineckkurs 2008 – Der Rheineckgeist lebt!

Nach dem ersten gemeinsamen Essen und einem Begrüssungsgottesdienst waren wir schon mitten im diesjährigen Rheineckkurs

Beim Vorstellungsspiel wurden unsere Lachmuskeln schon gehörig strapaziert. Passend zum Motto «Mit dänke, chasch mängs länke» musste jeder sagen, was er von seinem Sitznachbarn dachte. Manch interessante Ideen kamen da zum Vorschein.

Abwechslungsreiche Kurse

Mit einer kurzen Morgenbetrachtung und einem feinen Frühstück starteten wir jeweils in einen spannenden Kurstag. Der Sonntag stand unter dem Motto «Glauben leben». An vier Posten wurde uns gezeigt, dass man auf unterschiedliche Weise mit dem Glauben leben kann. Eine Schwester erzählt uns von ihrem Leben im Orden der Schönstatterinnen. Dass einem der Glaube auch bei der Arbeit Kraft gab, zeigten uns die Erzählungen einer jungen Lehrerin. Zudem erzählte uns auch eine Mann und ein junges Ehepaar, wie sie zum Glauben kamen und wie sie ihn im Alltag leben. Passend dazu beendeten wir den 1. Kurstag mit einem gemeinsamen Gottesdienst.

Beeinflusst mein Denken auch mein Handeln? Bin ich selber Schuld, wenn ich mich ärgere? Solche und ähnliche Fragen konnten wir am zweiten Kurstag klären. Marcel Bregenzer aus Sursee brachte uns mit einfachen Beispielen aus dem täglichen Leben das Thema «Positives denken!» näher. In Gruppenarbeiten konnten wir immer wieder unsere eigenen Erfahrungen austauschen. Wer wollte, konnte zum Schluss noch seine negativen Gedanken aufschreiben und schreddern.

Am letzten Kurstag hiess es Rheineck entdecken und Theater spielen. Wer nicht gerade beim OL die überflüssigen Kalorien der Festtage wegtrainierte, konnte mit seinem schauspielerischen Talent brillieren. Die Mitglieder des Jugentheater St. Gallen zeigten uns verschiedene Übungen aus ihren Proben. Witzige Szenen gaben dabei immer wieder Anlass zum schmunzeln. In der abschliessenden Podiumsdiskussion bekamen wir noch mehr Tipps und Tricks vom Theaterpädagogen Pepe Eigenmann.

Traditioneller Schlusstag

Traditionell wird der letzte Tag am Rheineck mit den Trychlen eingeläutet. Geweckt von den lauten Klängen machten sich die Teilnehmer bereit für den Schlussgottesdienst. Auch in diesem Jahr wurde dieser von den vielen Musikanten unter den Teilnehmern mit gestaltet. Nach dem Rückenstärken und dem letzten gemeinsamen Mittagessen stand noch die Versammlung der SAKLJ auf dem Programm. Nach vier Jahren unermüdlicher Einsatz für die SAKLJ gab Marlene Brunner aus Züberwangen den Rücktritt bekannt. Mit grossem Applaus und schönen Erinnerungsgeschenken wurde sie verabschiedet und mit einem selbstgeschriebenen Rheineckgebet dankte Marlene auf ihre Art für die erlebnisreichen Jahre. Neu wird nun Franziska Betschart aus Ganterschwil in der SAKLJ mitwirken.

Der gute Rheineckgeist

Immer wieder war die Rede vom Rheineckgeist, der diese Tage zwischen Weihnachten und Neujahr jeweils prägt. Doch was macht diesen aus? Sind es vielleicht die Kurse, bei denen viel Nützliches für den Alltag gelernt werden kann. Die gemütlichen Abende, wo viel gespielt, käfelet, gesungen und getanzt wird. Die interessanten Gespräche die bei Tisch, zwischen den Kursen oder auf der Fackelwanderung entstehen. Oder vielleicht der Bunte Abend, der uns immer einen amüsanten Rückblick auf den Kurs und das vergangene Jahr gibt und bei welchem dem Einfallsreichtum keine Grenzen gesetzt sind. Wahrscheinlich ist eben gerade die Mischung aus allem. So hoffen wir doch, dass noch viele Landjügeler diesen Rheineckgeist spüren dürfen.