• Nina Gysel
  • 4. Dezember 2008

Landjugend verwickelt in einen Mord

Nicht der Mord im Penthouse, aber der Mord im Hotel Stachel brachte Nervenkitzel, Spannung und Unterhaltung nach Meikirch BE, wo die Landjugendgruppe Frienisberg-Süd die Kriminalkomödie «Z’viel verdächtigi Lüüt» aufführte.

Ein friedlicher Morgen im Hotel Stachel. Die Gäste geniessen mehr oder weniger ihren Aufenthalt, das Dienstmädchen Maia Staub kontrolliert ihre zig gestellten Mäusefallen, der Hotelbesitzer Herr Stachel macht sich mal wieder Sorgen über sein Geldproblem und seine Lebensgefährtin ist in einen Krimi vertieft. Ein lauter Schrei und ein zitterndes Dienstmädchen holen alle aus ihren Gedanken. Ein Mord, im Hotel Stachel, doch wer ist Schuld?

«Z’viel verdächtigi Lüüt»

Zu viele verdächtige Leute stellen den Kommissar Paul Brüller vor ein Problem. Ist es die Frau des Ermordeten oder seine Geliebte, der Mafiosi Reto Kauer, welcher für seinen Chef einen Auftrag zu erledigen hat, Sara Pech, welche gerade auf Einbrechertour war, das Dienstmädchen, der Hotelier Herr Stachel selbst oder seine Geliebte. Jede Person könnte ein Motiv haben, denn da ist noch ein Koffer voll Geld, den jeder gerne in seinem Besitz hätte, um seine Probleme zu lösen. Doch dieser Koffer ist auch verschwunden. Der Polizeigehilfe Detlef Raffer ist dem Kommissar auch keine grosse Stütze, sondern raubt ihm den letzten Nerv mit seiner ewigen Esserei und seiner Tollpatschigkeit. Zum guten Glück ist da noch die Einbrecherin Sara Pech, welche zwar als Hauptverdächtige in Frage kommt, doch hilft sie Detlef Raffer bei der Suche nach dem Täter. Schliesslich kennen sich die beiden ziemlich gut aus dem Ausgang. Auch jeder der Hotelgäste probiert den Täter und natürlich den Geldkoffer zu finden. Von Liebeleien bis hin zur Strategie wenden die Gäste jeden Trick an. Mit viel Cleverness gelang es dem Dienstmädchen den Koffer zu finden. So stellte sich dann auch die Mörderin. Für ein besseres Leben ohne Schulden mordete die krimiliebende Lebensgefährtin des Hoteliers, Nellie Dorn, sogar ihre Gäste.

Spannung bis am Schluss

Die Regie mit Heidi und Kurt Schlegel und die Theaterleute präsentierten wieder ein lustiges und packendes Theaterstück. Die Spannung blieb bis am Schluss, denn bis zur Klärung des Falles hätte niemand gedacht, dass Nellie Dorn die Mörderin war.

Viele Leute nahmen sich einen der vier Vorstellungsabenden Zeit und pilgerten nach Meikirch BE ins Restaurant Bären. Nebst der Theatervorstellung liessen sie sich mit feinen thailändischen und schweizerischen Menus verwöhnen. Bei der Tombola versuchte manch einer sein Glück und die meistens konnten am Abend stolz einen kleineren oder grösseren Preis nach Hause tragen. Die Bar im Anschluss ans Theater lud ebenfalls zum Verweilen ein, denn DJ Römu sorgte für eine gute Stimmung. So genossen die Gäste bis weit in die Nacht hinein den gemütlichen Abend. Wie freuen uns schon aufs nächste Jahr, wenn es wieder heisst, Theater mit der Landjugend Frienisberg-Süd.