• Res Wittwer
  • 11. Februar 2008

«Seitensprung ins Paradies»

Die Landjugendgruppe Schallenberg BE spielte das Theater «Seitensprung ins Paradies». Mit diesem Stück wurden die Lachmuskeln des Publikums arg strapaziert.

Traditionsgemäss standen im Januar drei Theateraufführungen der Landjugendgruppe Schallenberg auf dem Programm. Mit dem Vierakter, unter der Regie von Stefan Zürcher, gelang es den zehn Laienschauspielerinnen und -schauspielern einmal mehr, ihr Können unter Beweis zu stellen.

Im Polizeiamt der Stadt Zürich

Der erste Akt des Schwanks «Seitensprung ins Paradies» spielte in einem Büro im Polizeiamt der Stadt Zürich. Hugo Mörgeli, der doch sonst immer so pünktliche Sekretär, erscheint zu spät an seinem Arbeitsplatz. Die Tatsache, dass wieder einmal nicht er, sondern ein anderer befördert wurde, hat er am letzten Abend reichlich begossen - leider mit ungeahnten Folgen. Dass die Mitwirkenden ihre Rolle sehr natürlich verkörperten, das Bühnenbild passend und die Requisiten geschmackvoll ausgesucht waren, liess die Zuschauer vergessen, dass sie eigentlich in der Mehrzweckhalle Eggiwil sassen und nicht in einem Polizeibüro in Zürich.

Dialektverfassung

Die Dialektverfassung des Stücks, welches von Franz Arnold und Ernst Bach geschrieben wurde, stammt aus der Feder von Hans Gmür. Besonders brillierten die fünf Theaterspielerinnen und fünf Theaterspieler durch die ausgeprägte Mimik, welche dazu beitrug, dass die zahlreichen Gäste zeitweise kaum aus dem Lachen herauskamen. Der zweite und dritte Akt spielte sich im Hotel Paradies ab. Hugo Mörgeli und die prüde Gemeinderätin Ottilie Häberling konnten nicht ahnen, auf welche Turbulenzen und Peinlichkeiten sie bei der Überprüfung des Hotels treffen. Die eingegangenen Beschwerden über die Sittenlosigkeit in diesem Hotel hatten schon etwas an sich.

Besucherrekord

Über 500 Besucherinnen und Besucher folgten der Theatereinladung. Die Organisatoren dürfen von einem neuen Besucherrekord sprechen. Umrahmt von volkstümlicher Musik und einem Barbetrieb liessen sich die zahlreich erschienen Gäste bis jeweils in die frühen Morgenstunden unterhalten.